Online-Voting: Tutor des Jahres

Nicht in jeder Studienpreiskategorie entscheidet die Jury über die Vergabe von Deutschlands ältestem Bildungspreis. Denn den Tutor des Jahres wählt das Publikum. In einem großen Onlinevoting rief der Verband, in diesem Jahr erstmals in Kooperation mit dem Bewertungsportal FernstudiumCheck, Fernlerner und Absolventen dazu auf, Deutschlands beliebtesten Tutoren zu wählen. 40 Tutoren wurden nominiert und am Ende durfte sich Dr. Nicolette Bohn, Tutorin der Schule des Schreibens, über den Titel freuen. „An meiner Arbeit schätze ich vor allem die Abwechslung, die die Kreativität meiner Teilnehmer mit sich bringt“, schwärmte die glückliche Siegerin „Das macht es immer wieder aufs Neue interessant. Eine abwechslungsreichere Tätigkeit könnte ich mir gar nicht vorstellen.“

Wie es zu dieser Kooperation kam und was sich im Voting verändern wird, verraten Verbandspräsident Mirco Fretter und Thomas Tibroni, Geschäftsführer und Gründer von FernstudiumCheck, in einem gemeinsamen Interview.

Herr Fretter, warum startet der Verband jetzt eine Kooperation, um den „Tutor des Jahres“ zu finden? Es ging doch auch fünf Jahre ohne!
Fretter: Sicher ging es in den letzten fünf Jahren auch ohne Partner. Wir haben fünf hervorragende Tutoren auszeichnen und noch viele weitere im Rahmen des Votings kennenlernen dürfen. Aber nun ist es an der Zeit, die Reichweite für diese Kategorie des Studienpreises zu erhöhen. Und wie könnte uns dies besser gelingen, als mit einem Partner an der Seite, der genau die gleiche Zielgruppe anspricht! Denn wir wollen nicht nur Institute gewinnen, die die aus ihrer Sicht besten Tutoren ins Rennen schicken, sondern auch der anderen Seite eine Stimme geben – nämlich den Fernlernern und Fernstudenten. Denn letztendlich können sie über die Leistungen der Tutoren doch am besten urteilen. Zudem verfügt das Portal FernstudiumCheck bereits über jahrelange Erfahrungen im Umgang mit und der Auswertung von Bewertungen. Denn Studierende und Absolventen bewerten hier ihre Fernstudienanbieter und –angebote. Wir hoffen durch die Kooperation noch mehr dieser Studenten erreichen und für die Nominierung und Abstimmung zum „Tutor des Jahres“ gewinnen zu können.

Herr Tibroni, wie haben Sie auf die Kooperationsanfrage reagiert?
Tibroni: Das Team von FernstudiumCheck.de hat sich sehr über diese Anfrage gefreut und wir waren direkt Feuer und Flamme für das Projekt. Das Forum DistancE-Learning ist schließlich eine treibende Kraft im deutschen Fernlernsektor. Auch den Studienpreis haben wir nicht erst durch unsere eigene Auszeichnung als „Innovation des Jahres 2014“ im Fernstudienbereich in bester Erinnerung. Die Wahl zum „Tutor des Jahres 2017“ mitzugestalten ist dadurch auch eine Möglichkeit für uns, diese Auszeichnung zu bestätigen und zu zeigen, wie sich FernstudiumCheck seitdem weiterentwickelt hat.

Ab dem 2. Mai können Interessenten ihre Vorschläge für den „Tutor des Jahres 2017“ einreichen. Mögen Sie uns einen kleinen Einblick in das dann folgende Prozedere bis zur Bekanntgabe des Gewinners geben?
Tibroni: Sehr gerne! Nach dem Start der Nominierungsphase können Institute, aber auch die Fernstudierenden selber, ihre Vorschläge für den „Tutor des Jahres 2017“ auf FernstudiumCheck.de einreichen. Die Nominierung eines Tutors ist bis zum 15. Juni 2016 möglich und wir würden uns freuen, wenn zahlreiche Institute ihren Tutoren durch eine Nominierung für die geleistete Arbeit im letzten Jahr danken würden. Danach erhalten die vorgeschlagenen Tutoren eine Mitteilung über ihre Nominierung und können sich entscheiden, ob sie diese annehmen. Hier gilt: Die Nominierung an sich ist bereits eine Auszeichnung für die großartige Leistung eines Tutors. Daher freuen wir uns, wenn möglichst viele Nominierte diese Auszeichnung auch annehmen und sich dem Voting zum „Tutor des Jahres 2017“ zur Verfügung stellen. Vom 15. August bis zum 15. September darf für die Tutoren im großen Online-Voting auf FernstudiumCheck.de abgestimmt werden. Die Übergabe des Preises findet dann am 14. November 2016 im Rahmen der Studienpreisgala in Berlin statt.

Wie können Sie gewährleisten, dass das Voting nicht manipuliert wird?
Tibroni: In vergangenen Abstimmungen wurde nur die Anzahl der Stimmen berücksichtigt, was natürlich auf dem Papier diejenigen Nominierten favorisiert, die die meisten Wähler mobilisieren können. Für einige Institute gestaltet sich dies sehr schwierig. Von diesem System möchten wir dieses Jahr abrücken. Daher führen wir vordefinierte Statements ein, mit denen die Wähler ihre Stimme begründen können. Diese Aussagen sind positiv formuliert und entsprechen Bewertungskriterien, die auf alle Nominierten anwendbar sind. Für jedes zutreffende Statement bekommt der Tutor einen Punkt. Am Ende entscheidet die durchschnittlich erhaltene Punktzahl pro Stimme über den Titel „Tutor des Jahres 2017“. Jeweils 15% der Stimmen mit den meisten und mit den wenigsten Punkten fließen nicht mit in das Voting ein, um Ausreißer auszuschließen. Die Anzahl der Gesamtstimmen spielt hier also nur noch eine untergeordnete Rolle. Außerdem setzen wir zahlreiche weitere technische Sperren im Rahmen der Programmierung des Voting-Formulars ein, um eine Manipulation auszuschließen.

Herr Tibroni hat es schon erwähnt, auf der großen Studienpreis-Gala in Berlin wird im November der „Tutor des Jahres 2017“ gekürt. Herr Fretter, was muss für Sie ein Kandidat für diesen Titel mitbringen?
Fretter: Ein „Tutor des Jahres“ ist eine Person, die ihren Job mit Leidenschaft ausübt und diesen eher als Berufung und weniger als Beruf ansieht. Er oder sie zeichnet sich durch eine hohe Einsatzbereitschaft aus, baut ein Vertrauensverhältnis zu Studenten auf, ist ehrlich und durchaus auch kritisch, wenn es sein muss. Rundum: Ein guter Tutor ist der Begleiter eines Studenten im Fernstudium, der die Tätigkeiten von Lehrer, Coach und Motivator in einer Person vereint und somit den Teilnehmer erfolgreich zum Ziel führt.