Bildungsprämie - Förderkonditionen für Bildungsprämie vereinfacht

Die Förderkonditionen der Bildungsprämie wurden überarbeitet. Mehr Menschen haben seit dem 1. Juli 2017 die Chance auf eine finanzielle Förderung ihrer Weiterbildung. Außerdem sind mehr Weiterbildungen förderfähig, so auch Maßnahmen mit Kosten über 1.000 Euro oder Prüfungen, die im Zusammenhang mit einer geförderten Weiterbildung absolviert werden. Darüber hinaus können Prämiengutscheine jetzt bis Ende 2020 ausgegeben werden. Dies sind die Änderungen im Überblick:

  • Die Altersgrenzen wurden aufgehoben: Auch Personen unter 25 Jahren können jetzt einen Prämiengutschein erhalten, sofern sie mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind und ihr zu versteuerndes Einkommen nicht höher als 20.000 Euro (40.000 bei gemeinsamer Veranlagung) liegt.

  • Altersrentner und Pensionäre können jetzt die Bildungsprämie erhalten: Anlässlich des ab dem 1. Juli 2017 in Kraft tretenden Flexirentengesetzes (Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben) können auch Rentnerinnen und Rentner bzw.

  • Pensionärinnen und Pensionäre einen Prämiengutschein erhalten, sofern sie mindestens 15 Stunden wöchentlich erwerbstätig sind und die Einkommensgrenzen einhalten.

  • Prämiengutscheine können jetzt jährlich ausgegeben werden: Weiterbildungsinteressierte können ab dem 1. Juli 2017 pro Kalenderjahr einen Prämiengutschein erhalten.

  • Weiterbildungen mit Kosten über 1.000 Euro sind jetzt förderfähig: In fast allen Bundesländern wird die sogenannte 1.000-Euro-Grenze aufgehoben. Prämiengutscheine können dort ab dem 1. Juli 2017 auch für Weiterbildungen mit Veranstaltungsgebühren über 1.000 Euro eingesetzt werden. Die Höhe der Förderung beträgt weiterhin 50 % der Veranstaltungsgebühren, maximal jedoch 500 Euro.

  • Die Förderung von Prüfungen wurde vereinfacht: Neben Externenprüfungen nach BBiG oder HWO sind auch andere Prüfungen förderfähig, wenn diese in einem inhaltlichen Zusammenhang mit der durch einen Prämiengutschein geförderten Weiterbildungsmaßnahme stehen. Voraussetzung: Die Kosten für die Prüfung müssen auf der Rechnung für die Maßnahme ausgewiesen sein bzw. über den Weiterbildungsanbieter bezahlt werden.

  • Ein Prämiengutschein kann für mehrere Weiterbildungen genutzt werden („Kursbündel“): Es ist möglich, mehrere Weiterbildungsmaßnahmen unter dem gleichen inhaltlichen Weiterbildungsziel zusammenzufassen. Diese sogenannten Kursbündel werden zukünftig wie eine Weiterbildung behandelt. Das heißt, es muss nur noch die erste der Weiterbildungsmaßnahmen innerhalb der Gültigkeitsdauer des Prämiengutscheins beginnen.

  • Pflichtfortbildungen können unter bestimmten Bedingungen gefördert werden: Pflichtfortbildungen sind Weiterbildungen, die einer regelmäßigen, nachweislichen Fortbildungsverpflichtung dienen. Für diese kann zukünftig ein Prämiengutschein eingesetzt werden, sofern keine gesetzliche oder durch Rechtsverordnung festgelegte Finanzierungspflicht des Arbeitsgebers besteht.

  • Prämiengutscheine können bei Kursabbruch durch den Teilnehmer vom Anbieter abgerechnet werden: Es ist möglich, einen Prämiengutschein abzurechnen, wenn die Teilnahme an einer Maßnahme abgebrochen wurde. In diesen Fällen kann die Differenz zwischen den laut Rechnung zu bezahlenden Kosten (entsprechend den AGB des Weiterbildungsanbieters) und dem durch die Teilnehmerin oder den Teilnehmer geleisteten Eigenanteil ersetzt werden.

  • Prämiengutscheine können bei längeren Maßnahmen vorzeitig abgerechnet werden: Zudem ist es bei länger dauernden Weiterbildungen möglich, nach einem inhaltlich und finanziell eindeutig abgrenzbaren Abschnitt der Maßnahme einen Prämiengutschein vorzeitig zur Abrechnung einzureichen. Die Förderung bezieht sich dann auf die dem Teilnehmer bis zu diesem Zeitpunkt entstandenen Kosten. Die inhaltliche und finanzielle Abgrenzung muss aus dem Kursprogramm ersichtlich sein

  • Prämiengutscheine können jetzt bis Ende 2020 ausgegeben werden: Prämiengutscheine werden bis Ende 2020 ausgegeben und können bis zum 31. Dezember 2021 durch den Weiterbildungsanbieter abgerechnet werden

    Weitere Informationen und Beispiele finden Sie auf der Website der Bildungsprämie.

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