Fördermöglichkeiten

In Deutschland geben eine Vielzahl von staatlichen und privaten Fördermöglichkeiten wertvolle Starthilfen für den beruflichen Aufstieg.

Das Forum DistancE-Learning hat für Sie die wichtigsten Förderprogramme zusammengestellt.

Nutzen Sie Steuervorteile

Finanzielle Unterstützung für DistancE-Learning gibt es sowohl von staatlicher oder betrieblicher Seite aus. Bei einer eigenen Finanzierung können alle mit dem Lehrgang in Zusammenhang stehenden Ausgaben über den Lohnsteuerjahresausgleich bzw. die Einkommenssteuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden, sofern es sich um eine berufliche Weiterbildung handelt. Genaue Informationen erhalten Sie bei Ihrem Finanzamt.

Zuschüsse vom Staat

Für die Teilnahme an den Fernlehrgängen Abitur, Fachhochschulreife oder Realschulabschluss können Sie BAföG beantragen. Die Förderung erfolgt nach § 17 für Schülerinnen und Schüler vollständig durch Zuschuss, d. h. die Leistungen müssen daher nicht zurückgezahlt werden. Die Vergabe von Förderungen ist jedoch an Ihre persönliche Lebenssituation gebunden.

Für DistancE-Learning-Angebote, die auf Fortbildungsprüfungen vorbereiten (z. B. Meister oder staatlich geprüfter Betriebswirt), können Sie Zuschüsse oder Darlehen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) beantragen – das sogenannte „Meister-BAföG“. Darüber hinaus gibt es die Begabtenförderung für Fachkräfte unter 25, die ihre Berufsabschlussprüfung mit besser als "gut" bestanden haben oder bei einem überregionalen beruflichen Leistungswettbewerb besonders erfolgreich waren.

Wehrpflichtige, Zeitsoldaten und Zivildienstleistende können für DistancE-Learning mit berufsbezogener Ausrichtung Zuschüsse erhalten und zwar über den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr bzw. das Bundesamt für Zivildienst.
 

Kindergeld

Teilnehmer/innen, die über 18 Jahre alt sind und z.B. am Fernlehrgang "Abitur" oder an anderen Fernlehrgängen, die mit einem Abschlusszertifikat enden, das in der Berufswelt als Befähigungsnachweis genutzt werden kann, haben bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres Anspruch auf die Zahlung von Kindergeld. Voraussetzung: Das Kind muss sich ernsthaft und nachhaltig auf das Bildungsziel vorbereiten. Die Einkünfte des Kindes dürfen dabei die Jahresgrenze von 7.680,- Euro nicht überschreiten.
 

Bildungsgutschein

Arbeitnehmer, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, können in bestimmten Fällen durch DistancE-Learning-Kurse gefördert werden, wenn der Lehrgang in ausreichendem Maße durch Präsenzunterricht ergänzt wird und weitere Kriterien erfüllt sind. Auch Arbeitslose können ihre Bildungsgutscheine bei DistancE-Learning-Anbietern einlösen, wenn eine entsprechende Maßnahmennummer (AZWV) für den jeweiligen Kurs vorliegt. Ob Sie Anspruch auf einen solchen Bildungsgutschein haben, wird individuell geprüft und vom Berater Ihrer zuständigen Arbeitsagentur entschieden. Über die Bedingungen informiert die jeweils zuständige Arbeitsagentur.

Bildungsprämie vom Bundesministerium

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung möchte Menschen für die berufliche Weiterbildung mobilisieren. Hierfür wird unter bestimmten Voraussetzungen ein Prämiengutschein in Höhe von bis zu 500,– € vergeben. Die Bildungsprämie umfasst beispielsweise die Erstattung von Kurs oder Prüfungsgebühranteilen.

Neben dem Prämiengutschein kann als weitere Komponente das "Weiterbildungssparen" in Anpruch genommen. Mit dem "Weiterbildungssparen" wird im Vermögensbildungsgesetz (VermBG) zur Finanzierung von Weiterbildung eine Entnahme aus den angesparten Guthaben erlaubt, um Weiterbildung zu finanzieren - auch wenn die Sperrfrist noch nicht abgelaufen ist. Die Arbeitnehmerzulage geht dabei nicht verloren. Hier gelten keine Einkommensgrenzen: Jeder und jede Beschäftigte, der/die ein mit Arbeitnehmersparzulage gefördertes Ansparguthaben hat, kann diese
Komponente der Bildungsprämie in Anspruch nehmen.

Die Bildungsprämie wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.
 

Förderprogramme der Bundesländer

Auch die Bundesländer bieten eigene Förderprogramme an. Diese Angebote stehen in der Regel auch Teilnehmer/-innen an Fernkursen und –studiengängen offen.

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt mit Bildungsschecks Personen mit bis zu 500.-Euro Zuschuss, die in Nordrhein- Westfalen wohnen oder arbeiten, bei ihrer beruflich orientierten Fortbildung. Gefördert werden Arbeitnehmer, die in kleinen oder mittelgroßen Unternehmen beschäftigt sind und sich im laufenden und vorangegangenen Jahr nicht beruflich weitergebildet haben. Voraussetzung für den Erhalt eines Bildungsschecks ist eine unabhängige Beratung von einer "autorisierten" Stelle (z. B. Handwerkskammern, IHK, VHS, usw.). Beratungsstellen zum Bildungsscheck

In Hessen werden die Qualifizierungsvorhaben von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in kleinen und mittleren Unternehmen finanziell unterstützt.

Mit dem Qualifizierungsscheck werden 50 % Ihrer Weiterbildungskosten bis max. 500,– € pro Person und Jahr gefördert, wenn Sie über keinen anerkannten beruflichen Abschluss in der ausgeübten Tätigkeit verfügen oder wenn Sie älter als 45 Jahre sind. Voraussetzung für den Erhalt eines Qualifizierungsschecks ist eine persönliche, kostenlose Bildungsberatung an einer zugelassenen Beratungsstelle.

Auch das Land Brandenburg leistet mit dem Bildungsscheck einen Beitrag zur persönlichen Berufs- und Lebensplanung für Beschäftigte mit Hauptwohnsitz in Brandenburg. Die Förderhöchstgrenze von bisher 500 ,- Euro entfällt und es können sogar mehrjährige Weiterbildungen mit bis zu 70 Prozent vom Land finanziert werden. Den Zuschuss gibt es allerdings nur noch für Weiterbildungen, die mehr als 715,- Euro Kosten und bis zum 31.03.2015 abgeschlossen werden können. Achtung: Es wird nur noch eine Weiterbildung pro Jahr gefördert, das Antragsverfahren läuft komplett online und die Kosten müssen vom Teilnehmer vorfinanziert werden. Details zur Förderung finden Sie hier.

Thüringen fördert Weiterbildungsstudium mit bis zu 6000 € pro Arbeitnehmer. Thüringer Arbeitnehmer können sich ab sofort auch ein berufsbegleitendes Masterstudium vom Land fördern lassen. Gefördert würden Masterstudiengänge mit Fernunterricht, unabhängig vom fachlichen Schwerpunkt, mit 50% der Teilnahme- und Prüfungsgebühren (max. 6000€).

Alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Thüringer Unternehmen die bereits über einen Bachelorabschluss verfügen sind förderfähig. Die Anträge zur Förderung können über den Arbeitgeber bei der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GfAW) gestellt werden. Link: http://www.gfaw-thueringen.de

Das Land Bremen zahlt bis zu 50 Prozent der Weiterbildungskosten. Das neue Programm heißt "Bremer Weiterbildungsscheck". Die restlichen Kosten für die berufliche Weiterbildung muss der Antragsteller oder sein Arbeitgeber aufbringen. Es gibt eine Sonderregelung: Für Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung übernimmt das Land bis zu 70 Prozent der Kosten. Die Förderhöchstgrenze liegt jedoch in jedem Fall bei 500 Euro. Hier finden Sie weitere Details.

Erhielten bislang nur Personen ab 45 Jahren einen Zuschuss für berufliche Weiterbildung, entfällt diese Altersgrenze ab dem 1. August 2012. Der "QualiScheck" bietet eine Förderung von maximal 500 Euro im Jahr. Jetzt können auch "Mini-Jobber", Kleinunternehmer und Freiberufler, die nicht länger als fünf Jahre selbstständig sind, vom Förderprogramm profitieren. Hier gibt es weitere Förderdetails.

Auch Hamburg fördert Weiterbildungswillige. Zielgruppe sind Geringqualifizierte, Personen mit Migrationshintergrund, Auszubildende, Alleinerziehende oder Beschäftigte in Elternzeit. Auch Existenzgründer und Arbeitslosengeldempfänger können gefördert werden. Je nach Zielgruppe werden 50 bis 100 Prozent der Fortbildungskosten übernommen (max. 1500 Euro jährlich). Langzeitarbeitslose, die in einem speziellen Hamburger Förderprogramm beschäftigt sind können bis zu 2000 Euro bekommen. Wie gefödert wird und wer informiert erfahren Sie auf www.weiterbildungsbonus.net.
 

Begabtenförderung berufliche Bildung

Begabte junge Leute mit abgeschlossener Berufausbildung können über das Stipendium des Bundesminsterium für Bildung und Forschung eine Förderung
als Zuschuss erhalten. Dies gilt für alle, die jünger als 25 Jahre, begabt und motiviert sind und mehr aus sich und ihrem Beruf machen möchten.

Voraussetzung für einen Zuschuss ist es, in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf auf einer der Grundlage abgeschlossen zu haben:

Berufsbildungsgesetzes (BBiG)
Handwerksordnung (HwO)
bundesgesetzlich geregelten Fachberuf im Gesundheitswesen.
Als grundsätzlich förderungswürdig gelten - in der Regel berufsbegleitende - Weiterbildungsmaßnahmen:

Fachbezogene Weiterbildungen im Bereich der dualen Ausbildungsberufe. Zum Beispiel: Weiterbildung zum/zur Meister/in, Techniker/in, Betriebswirt/in, Fachkaufmann/-frau, Fachwirt/in, Steuerfachwirt/in, Bilanzbuchhalter/in usw.
Fachbezogene Weiterbildungen im Bereich der Gesundheitsfachberufe
Fachübergreifende Weiterbildungen wie beispielsweise EDV-Kurse und
Nehmen Sie vor der geplanten Maßnahme Kontakt zu der für Sie zuständigen Stelle auf, denn das Stipendium wird nicht für bereits begonnene Kurse gewährt. Weitere Details finden Sie unter Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung.

Günstige Studienkredite
Eine Reihe von Banken gewähren Studenten günstige Studienkredite zu attraktiven Konditionen. Am einfachsten sprechen Sie Ihre Hausbank an. Diese Fördermöglichkeit richtet sich jedoch ausschließlich an Teilnehmer/innen von Fernstudiengängen der Hoch- oder Fernhochschulen.

Firmen fördern ihre Mitarbeiter
Für alle, die nebenberuflich studieren, jedoch keinen Anspruch auf staatliche Förderung haben, ist es ratsam, den Arbeitgeber nach betrieblichen Förderungsmöglichkeiten zu fragen: Viele Personalchefs sind bereit, ihre Mitarbeiter zu unterstützen! Schließlich kommt ein größeres Know-how auch der Firma zugute. Sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten oder Personalchef. Fragen kostet nichts und bringt meistens sogar noch was ein.